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Honen in der CNC-Fertigung – Präzision bis ins letzte Mikrometer

04.09.2026 · Messner GmbH

GermanEnglishHonen in der CNC-Fertigung – Präzision bis ins letzte Mikrometer In der modernen Fertigungstechnologie spielt die Oberflächenqualität eine entscheidende Rolle – besonders dann, wenn Bauteile hohen Belastungen ausgesetzt sind oder präzise Führungs- und Gleitbewegungen ausführen müssen. Eine der effizientesten Methoden, um eine extrem hohe Maß-, Form- und Oberflächenqualität zu erreichen, ist das Honen. Obwohl das Verfahren auf den ersten Blick dem Schleifen oder Läppen ähnelt, unterscheidet es sich deutlich in Funktionsweise, Ergebnis und Zielsetzung. Gerade in der CNC-Bearbeitung wird das Honen zunehmend eingesetzt, um Bauteile auf höchstem Präzisionsniveau zu finalisieren. Als Experten im Bereich der CNC-Bearbeitung kennen wir uns bestens mit diesem Thema aus und erläutern Ihnen im folgenden Beitrag alles Wichtige, was Sie über Honen wissen sollten.

Honen ist ein spanendes Feinbearbeitungsverfahren zur Verbesserung der Formgenauigkeit und Oberflächenbeschaffenheit von Bohrungen, Flächen oder Konturen. Ziel ist eine extrem gleichmäßige und fein strukturierte Oberfläche, die häufig mit rauen, definierten Kreuzschliffmustern versehen ist. Diese charakteristische Struktur dient nicht nur ästhetischen Zwecken, sondern erfüllt funktionale Anforderungen – etwa zur Schmierstoffaufnahme bei beweglichen Komponenten.

Typische erreichbare Genauigkeiten liegen im Bereich von wenigen Mikrometern, wodurch Honen als Prozess der Feinstbearbeitung eingeordnet wird.

Während beim Schleifen Material überwiegend durch eine rotierende Scheibe abgetragen wird, verwendet das Honen ein Werkzeug mit mehreren abrasiven Honsteinen, das oszillierend und rotierend arbeitet. Die Kombination aus verschiedenen Bewegungsrichtungen erzeugt die charakteristische kreuzförmige Oberflächenstruktur.

Das Läppen hingegen erfolgt meist mit pastenartigen Schleifmitteln und dient primär der extrem feinen Endbearbeitung von Flächen, weniger von Bohrungen. Läppen erreicht zwar vergleichbare Oberflächenqualitäten, ist jedoch langsamer und weniger geeignet für die präzise Formkorrektur von Innenkonturen.

Besonders bei Bauteilen mit Gleit- und Führungsfunktionen entfaltet Honen seine volle Wirkung. Typische Einsatzbereiche sind:

Gerade beim Zylinder Honen zeigt sich der funktionale Vorteil: Die Kreuzstruktur ermöglicht einen stabilen, gleichmäßig verteilten Schmierfilm, reduziert Reibung, verhindert Kaltverschweißung und trägt zu höherer Energieeffizienz und Lebensdauer bei.

Ein großer Vorteil des Honens ist seine Vielseitigkeit. Es eignet sich für eine breite Palette an Werkstoffen – von weichen Metallen bis hin zu extrem harten Legierungen. Dazu zählen:

Die Wahl des Schleifmittels – häufig Korund, Siliziumkarbid, Diamant oder CBN – hängt von Härte und Struktur des Werkstückmaterials ab.

Der Honvorgang erfolgt mithilfe von Werkzeugen, die mit abrasiven Steinen bestückt sind. Diese Werkzeuge rotieren um die eigene Achse und bewegen sich gleichzeitig axial. Durch den kontrollierten Anpressdruck entsteht der charakteristische Kreuzschliff. Moderne Maschinen steuern den Prozess in Echtzeit und passen Druck, Rotationsgeschwindigkeit, Hub und Vorschub automatisch an.

Der Prozess des Honens verläuft typischerweise in mehreren Stufen:

Eine kontinuierliche Kühlung und Schmierung ist dabei essenziell, um thermische Spannungen und Maßveränderungen zu vermeiden.

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