In fast jedem mittelständischen Unternehmen gibt es eine Excel-Datei, an der zu viel hängt. Sie ist über Jahre gewachsen, nur einer versteht sie richtig, und niemand traut sich, sie anzufassen. Solange sie funktioniert, ist das kein Thema — bis jemand ausfällt, das Unternehmen wächst oder mehrere Leute gleichzeitig damit arbeiten müssen. Der Weg dorthin ist selten ein großes System. Meist ist es eine kleine Anwendung, die genau diesen einen Ablauf sauber abbildet. Situationen, die uns regelmäßig begegnen. Keine Reihenfolge — jeder Fall steht für sich. Ein zentraler Ablauf hängt an einer Datei, die nur einer versteht. Gleichzeitiges Arbeiten führt zu Konflikten, eine Historie gibt es nicht. Der Ablauf wird aufgenommen wie er tatsächlich ist — nicht wie er dokumentiert ist — und als Anwendung mit Rechten, Historie und gleichzeitigem Zugriff umgesetzt. Die Sonderfälle. In jeder gewachsenen Datei stecken Ausnahmen, die niemand mehr benennen kann. Wer sie erst beim Livegang entdeckt, hat ein Akzeptanzproblem. Daten werden zwischen zwei Anwendungen von Hand übertragen, weil es keine Verbindung gibt und beide Hersteller aufeinander verweisen. Eine schlanke Zwischenschicht, die beide Seiten bedient — ohne eines der Systeme zu verändern. Fehlerbehandlung. Was passiert, wenn ein System nicht antwortet? Ohne saubere Antwort darauf entstehen stille Datenverluste. Ein Verfahren ist branchentypisch oder betriebsspezifisch. Standardlösungen passen zu siebzig Prozent, und die restlichen dreißig sind genau die, auf die es ankommt. Klein anfangen. Die erste Version soll einen Ablauf gut können, nicht fünf mittelmäßig.