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Technische Kategorie

Schmieden & Umformen für Medizinprodukte

2 Unternehmen in dieser Kategorie
Schmieden & Umformen

Schmieden ist das älteste Verfahren der Instrumentenherstellung und in Tuttlingen bis heute der Ausgangspunkt vieler chirurgischer Instrumente. Der Grund ist nicht Tradition, sondern das Gefüge: Beim Umformen wird der Faserverlauf der Kontur folgend ausgerichtet, statt ihn wie beim Fräsen aus dem Vollen zu durchtrennen. Das ergibt eine höhere Dauerfestigkeit bei gleichem Werkstoff — entscheidend bei Instrumenten, die Kraft übertragen.

In der Praxis entsteht daraus eine Kette: Gesenkschmieden der Rohform, Entgraten, Wärmebehandlung zum Vergüten auf die geforderte Härte, Richten, dann die spanende Bearbeitung der Funktionsflächen und zuletzt Schleifen, Polieren und Passivieren. Jeder Schritt beeinflusst den nächsten, und Fehler im Gefüge lassen sich später nicht mehr herausarbeiten.

Für Einkäufer sind deshalb Härteprüfung, Gefügenachweis und die Dokumentation der Wärmebehandlung die eigentlichen Prüfpunkte — nicht die Maßhaltigkeit des Rohteils. Und weil Gesenke Investitionen sind, gehören Eigentum, Standzeit und Ersatzbeschaffung in den Vertrag. Die Anbieter in diesem Verzeichnis reichen vom reinen Schmiedebetrieb bis zum Hersteller, der die gesamte Kette bis zum fertigen Instrument abdeckt.

Unternehmen in dieser Kategorie

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Zulieferergeprüft 23.09.2026
Cuno Stamm GmbH & Co. KG

Solingen, DE

Gesenkschmiede in Solingen seit 1880: Schmiederohlinge für chirurgische Instrumente, Dental- und Spezialzangen sowie Scheren — zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015.

Schmieden & UmformenEdelstahl
ISO 9001
Zulieferergeprüft 23.09.2026
Forécreu Deutschland GmbH

Ulm, DE

Weltweiter Spezialist für dickwandige Hohl-, Loch- und Mehrlochstäbe sowie Vollstäbe und Rohre aus Edelstahl und Titan — Ausgangsmaterial für Osteosynthese-Schrauben, Nägel, kanülierte Instrumente und Schneidwerkzeuge; seit 1952, ISO 13485 und ISO 9001, deutsche Niederlassung in Saarbrücken.

SpritzgussSchmieden & UmformenTitan
ISO 13485 · ISO 9001

Häufige Fragen

Warum geschmiedet statt aus dem Vollen gefräst?
Wegen des Faserverlaufs. Beim Schmieden folgt er der Kontur und erhöht die Dauerfestigkeit; beim Fräsen aus dem Vollen wird er durchtrennt, was an belasteten Übergängen zur Schwachstelle werden kann. Bei Kleinserien und komplexen Geometrien überwiegt trotzdem oft der Kostenvorteil der spanenden Fertigung.
Welche Stähle werden verwendet?
Für Instrumente mit Schneidfunktion härtbare martensitische Stähle wie 1.4021, 1.4034 oder 1.4197, die sich auf die geforderte Schneidhärte vergüten lassen. Die erreichte Härte und das Gefüge nach der Wärmebehandlung gehören geprüft und dokumentiert, nicht angenommen.
Wem gehört das Gesenk?
Das sollte im Vertrag stehen. Gesenke sind teuer und verschleißen; geregelt gehören Eigentum, die erwartete Standzeit, wer die Nacharbeit bezahlt und wer ein Ersatzgesenk beschafft. Ohne diese Klarheit ist ein Lieferantenwechsel faktisch ein Neuanlauf.
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